Wenn Kultur alle Grenzen überwindet: Die ÖVAEG dankt Daniel Serafin und der Oper im Steinbruch

Manchmal braucht es keine diplomatische Note, keinen Staatsvertrag und keine lange Verhandlung, um zwei Länder einander näherzubringen. Manchmal reicht ein Abend unter freiem Himmel, umgeben von Fels, Musik und tausenden Menschen, die gemeinsam den Atem anhalten.

Oper im Steinbruch St. Margarethen

Genau das ist der Oper im Steinbruch St. Margarethen in diesem Sommer wieder gelungen. Mit Giacomo Puccinis „Tosca“ feiert das Festival heuer sein 30-jähriges Bestehen und liefert damit einmal mehr den Beweis, dass große Kunst keine Landesgrenzen kennt. Die Österreich-Vereinigte Arabische Emirate Gesellschaft (ÖVAEG) möchte diesen besonderen Moment zum Anlass nehmen, Intendant Daniel Serafin und seinem gesamten Team herzlich zu danken.

Eine kurze Geschichte des Steinbruchs

Was heute eine der spektakulärsten Freilichtbühnen Europas ist, begann 1996 als Wagnis: Der Musikmanager Wolfgang Werner brachte, angeregt durch einen Auftritt der Don Kosaken im Steinbruch, Verdis „Nabucco“ auf die Naturbühne, obwohl es dafür kaum entsprechende Infrastruktur gab. Schon damals kamen 11.000 Besucherinnen und Besucher. Nur wenige Jahre später waren es bereits über 100.000, zu Spitzenzeiten sogar mehr als 200.000 pro Saison.

Steinbruch St. Margarethen

Der Ort selbst trägt seine eigene Geschichte in sich. Aus dem burgenländischen Kalksandstein, der hier jahrhundertelang abgebaut wurde, entstanden einst bedeutende Wiener Bauten wie das Rathaus und Teile des Stephansdoms. Heute zählt die Region rund um St. Margarethen zum UNESCO Welterbe, eine Kulturlandschaft, die Naturschönheit und menschliche Handwerkskunst auf einzigartige Weise verbindet.

2014 musste der ursprüngliche Veranstalter Insolvenz anmelden. Die Esterházy Privatstiftung übernahm daraufhin über ihre Gesellschaft Arenaria die Oper im Steinbruch und wagte mit „Tosca“ einen Neustart. Seit 2019 liegt die künstlerische Leitung in den Händen von Daniel Serafin, Sohn des langjährigen Intendanten der Seefestspiele Mörbisch, Harald Serafin. Unter seiner Führung erlebte der Steinbruch mit Produktionen wie „Turandot“ (2021) und „Aida“ (2024) weitere Höhepunkte, bevor 2026 zum 30-jährigen Jubiläum erneut „Tosca“ auf die Bühne kam, diesmal in einer aufwendigen Neuinszenierung von Thaddeus Strassberger und Giuseppe Palella.

Tosca in der Oper im Steinbruch

Kultur überschreitet alle Grenzen

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet ein Steinbruch im Burgenland zu einem der bedeutendsten Opernschauplätze Europas werden konnte. Kultur braucht keine Übersetzung, um zu berühren. Eine Arie, ein Bühnenbild, ein gemeinsamer Moment der Stille vor dem Applaus: All das spricht eine Sprache, die überall verstanden wird, ganz gleich, woher man kommt.

Genau diese Überzeugung trägt auch die Arbeit der ÖVAEG. Österreich und die Vereinigten Arabischen Emirate könnten geografisch, klimatisch und kulturell kaum unterschiedlicher scheinen, und doch verbindet beide Länder eine tiefe, sichtbare Liebe zur Kultur. Während St. Margarethen seine Steinbruch-Kulisse in barockes Rom verwandelt, hat Abu Dhabi mit dem Louvre Abu Dhabi einen Ort geschaffen, an dem Kunstschätze aus aller Welt unter einer Kuppel aus Licht zusammenfinden. Zwei Nationen, zwei völlig unterschiedliche Wege, aber derselbe Glaube daran, dass Kultur Brücken baut, wo Politik oft nur Grenzen zieht.

Publikum bei der Oper im Steinbruch

Stimmen aus der ÖVAEG

Hans Niessl, Präsident der ÖVAEG
„Was die Oper im Steinbruch seit 30 Jahren vorlebt, ist genau das Prinzip, dem auch wir als Gesellschaft folgen. Man muss Menschen zusammenbringen, nicht Positionen verteidigen. Daniel Serafin und sein Team schaffen mit ‚Tosca‘ einen Ort der Begegnung, wie wir ihn uns auch für den Austausch zwischen Österreich und den Emiraten wünschen: offen, einladend und über alle Unterschiede hinweg verbindend.“

Walter J. Gerbautz, Generalsekretär der ÖVAEG
„Kulturelle Diplomatie ist oft wirkungsvoller als jede offizielle Verhandlungsrunde. Wenn wir über die Weiterentwicklung der Beziehungen zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten sprechen, dann gehört die Kultur für uns von Anfang an dazu. Der Erfolg von St. Margarethen zeigt, welches Potenzial in gemeinsamen kulturellen Formaten steckt.“

Sonja Schromm, Schatzmeisterin der ÖVAEG
„Als ich zum ersten Mal im Steinbruch saß, hat mich am meisten überrascht, wie viele Sprachen ich um mich herum gehört habe, und wie wenig das am Ende eine Rolle gespielt hat. Genau das ist für mich die Essenz dessen, wofür die ÖVAEG steht: Räume schaffen, in denen Herkunft zur Nebensache wird.“

Christian Jost, Vorstandsmitglied der ÖVAEG
„Große Kulturprojekte wie die Oper im Steinbruch sind auch wirtschaftlich ein Statement. Sie zeigen, dass Investitionen in Kultur sich auszahlen, für eine Region, für ein Land, und letztlich für das Ansehen Österreichs in der Welt. Das ist eine Haltung, die wir uns auch für den Ausbau der österreichisch-emiratischen Beziehungen wünschen.“

Rusmir Nefić, CEO CNBC DACH
„Ich habe in meiner Karriere viele Länder und viele Geschichten gesehen, und die, die im Gedächtnis bleiben, sind fast immer jene, in denen Kultur und Wirtschaft Hand in Hand gehen. Die Oper im Steinbruch ist dafür ein internationales Aushängeschild. Initiativen wie die der ÖVAEG, die genau diese Verbindung zwischen Kultur und wirtschaftlicher Partnerschaft suchen, verdienen dieselbe Aufmerksamkeit.“

Oper im Steinbruch bei Nacht

Ein Dank, der über den Applaus hinausgeht

30 Jahre Oper im Steinbruch stehen für Mut, Ausdauer und den unbeirrbaren Glauben daran, dass Kunst Menschen verbindet, auch dort, wo man es zunächst nicht erwarten würde. Die ÖVAEG dankt Daniel Serafin und dem gesamten Team der Oper im Steinbruch für dieses eindrucksvolle Jubiläum und für die Erinnerung daran, wozu Kultur fähig ist: Grenzen nicht zu verwalten, sondern sie zu überwinden.

Oper im Steinbruch St. Margarethen

Die Österreich-Vereinigte Arabische Emirate Gesellschaft setzt sich für den Ausbau der Beziehungen zwischen Österreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Diplomatie ein.